Fakultät Medien

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Neue Möglichkeiten in der Gestaltung interaktiver Erlebnisse

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Dr. Daniel Hepperle wird Professor für Augmented Reality Development an der Hochschule Offenburg.

Zwei Männer in Anzügen stehen vor einem Schwarzwaldfoto und halten eine Urkunde zwischen sich
© Hochschule Offenburg, Joerdis Damrath

Rektor Prof. Dr. Stephan Trahasch (links) begrüßte Prof. Dr. Daniel Hepperle an der Hochschule Offenburg.

Interaktionen zwischen Menschen mittels Computer haben den gebürtig aus Kirchheim unter Teck stammenden Daniel Hepperle schon immer fasziniert. Nach dem Abitur absolvierte der heute 38- Jährige daher zunächst den Bachelor-Studiengang OnlineMedien an der Hochschule Furtwangen. Anschließend konzipierte und realisierte er als Interaction & Motion Designer bei der HQ Interaktive Mediensysteme GmbH Lernanwendungen und Lehrvideos für Kunden wie UBS, Targobank und Festo. Für sein Masterstudium „Design interaktiver Medien“ kehrte Daniel Hepperle von 2014 bis 2017 an die Hochschule Furtwangen zurück. Bereits während seines Studiums gründete er die Zone GmbH, mit der er unter anderem eine standortbasierte App zur Förderung des nachbarschaftlichen Austauschs entwickelte.

Nach seiner mit dem Aesculap-Award ausgezeichneten Master-Thesis arbeitete er im Rahmen seiner Selbstständigkeit an Projekten wie „Musiklusion“ mit. Dieses Projekt ermöglichte Menschen mit kognitiven Einschränkungen mittels individuell angepasster Interfaces einen barrierefreien Zugang zum aktiven Musizieren. Gleichzeitig hielt er erste Lehrveranstaltungen an verschiedenen Hochschulen und wurde 2018 schließlich als akademischer Mitarbeiter an der Fakultät für Informatik und Wirtschaftsinformatik der Hochschule Karlsruhe angestellt.

Als stellvertretender Sprecher des Instituts für Intelligente Interaktion und Immersive Erfahrung baute er das Labor für intelligente Mensch-Maschine-Mensch-Interaktion auf und war als Dozent für Vorlesungen wie Medientechnik, Mensch-Maschine-Kommunikation sowie Perzeptive und Intuitive Benutzungsschnittstellen tätig. 2025 schloss er an der Universität Hohenheim seine Promotion zum Thema "Exploring the Potential of Immersive Virtual Reality for Social Science Research" mit summa cum laude ab. Für seine herausragenden Leistungen im promotionsverfahren erhielt er zudem ein Stipendium der Heinrich-Hertz-Gesellschaft.

Für Daniel Hepperle endet Forschung aber nicht im Labor, sondern findet ihren Platz mitten in der Gesellschaft. Seine Projekte, die unter anderem im Rahmen der Architekturbiennale in Venedig und im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe zu sehen waren, sind Einladungen zum Perspektivwechsel. Sie veranschaulichen, wie komplexe Themen durch die Synthese von wissenschaftlicher Fundierung und künstlerischer Forschungspraxis erfahrbar werden.

Ab dem 1. März bringt er diese interdisziplinäre Expertise als Professor für Augmented Reality Development an der Medienfakultät der Hochschule Offenburg in die Lehre ein. Parallel dazu wird er seine Forschung im Bereich Extended Reality (XR) vorantreiben, um die Zukunft interaktiver Erlebnisse aktiv mitzugestalten.